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Tag 4 - der Fluss des Lebens

 

Manchmal, wenn das Leben uns schwierige Situationen bringt, haben wir das Gefühl während eines Gewitters in einem kleinen Ruder-Boot zu sitzen, das einen wilden Fluss hinunter fährt.

 

Wir wissen nicht wo der Fluss mündet und haben Angst zu kentern, oder befürchten sogar das Schlimmste - den tosenden Wasserfall am Ende des Flusses.

 

Unser erster Impuls kann dann sein, innerlich die Ruder noch fester zu umklammern und mit aller Kraft gegen den Strom zu rudern.

 

Da die Strömung des Flusses aber sehr stark sein kann, bleiben wir dadurch höchstens an der Stelle und das Boot erscheint uns durch unsere eigenen Anspannung noch instabiler.

 

In diesen stürmischen Momenten kann es sehr hilfreich sein, wenn wir uns kurz auf den Rücken legen und uns eine etwas andere Variante der oben beschriebenen Szene vorstellen:

 

Stell dir vor, Du liegst gerade in diesem Boot. Auch wenn es schaukelt und dir das kalte Wasser ins Gesicht spritzt, vertraue darauf, dass am Ende der wilden Fahrt ein ruhiger See auf dein Boot wartet. Stell ihn dir bildlich vor. 

 

Leg die Ruder auf den Boden des Bootes neben dich, atme tief ein und aus, bis in deinen Bauch hinein und gib dich den Biegungen des Flusses hin, anstatt dagegen anzukämpfen. Mach dir bewusst, dass am Ende dieser stürmischen, beunruhigenden Fahrt Ruhe und Entspannung warten. 

 

Wenn du schon während der Fahrt auf dem Fluss ruhig und tief atmest und der Fokus deiner Aufmerksamkeit der ruhige See ist, wird dein Körper auf diese Vorstellung reagieren und "das Boot" bereits während der Fahrt weniger schaukeln und die gesamte Situation weniger beunruhigend erscheinen.

 

"Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, dann ist es noch nicht das Ende!"

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Regina (Mittwoch, 04 Dezember 2019 21:09)

    Es gab eine Zeit, da habe ich mir diesen Satz über viele Wochen, Monate hindurch, jeden Tag aufs Neue mehrmals vorgesagt. Danke für deine Hilfe und Unterstützung in dieser Zeit! ... und auch jetzt noch...