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Tag 1 - Ein kluger Mann

 

Eigentlich wollte ich meinen ersten Eintrag in diesem Advent mit einer „g'scheiten“ klassischen Mentalübung beginnen.

 

Durch eine Begegnung, die ich gestern in Stift Melk hatte, habe ich meine Meinung geändert.

 

Dort bin ich einem sehr klugen und weisen Mann begegnet.

 

Ich kenne seine Bücher seit fast 20 Jahren und seither habe ich alles was ich über ihn und von ihm finden konnte dankbar gelesen.

 

In meinem quasi fernsehfreien Leben, gehören die im Internet veröffentlichten Videos von ihm zu jenen Dingen die ich mir dennoch regelmäßig ansehe.

 

Seit 20 Jahren wünsche ich mir ihn eines Tages „in echt“ zu treffen – gestern war es so weit.

 

Zeit war es ja – denn er ist jetzt 93 Jahre alt.

 

Bruder David Steindl-Rast.

 

Er ist ein in Österreich geborener, in die USA ausgewanderter Benediktiner Mönch, der sich viele Jahre seines Lebens intensiv mit Zen Buddhismus beschäftigt hat.

 

Seine Herzensenergie ist unglaublich. Seine Weisheit ebenso.

 

Für Bruder David ist der kürzeste Weg zum Glück die DANKBARKEIT.

 

Zitat:     „Es ist nicht das Glück, das Dankbarkeit hervorruft, sondern umgekehrt:

 

 Dankbarkeit macht glücklich.

 

Seit vielen Jahren ermuntere ich viele meiner KlientInnen dazu, jeden Abend vor dem zu Bett gehen 3 Dinge für die sie dankbar sind, zu notieren.

 

In ein kleines Buch, das man dann immer wieder durchblättern kann um sich immer wieder bewusst zu machen, wie viele Dinge es gibt, für die wir, selbst in schwierigen Zeiten, dankbar sein können.

 

Meine älteste Tochter hat mir vor 2 Jahren so ein kleines Notizbuch geschenkt. Auf den Umschlag hat sie geschrieben: „Glücksmomente“

 

Seither notiere ich (fast) jeden Abend den glücklichsten Moment des Tages.

 

Manchmal ist es eine schöne Begegnung mit einem lieben Menschen, manchmal ist es das Beobachten des Stieglitz-Pärchens auf meinem Balkon.

 

An seltenen Tagen, wenn es schwer fällt etwas zu finden, weil einfach nichts „geglückt“ erscheint, blättere ich das Büchlein von Anfang an durch und erinnere mich an die glücklichen Momente, die ich bereits notiert habe.

 

Dann kann der darauffolgende Eintrag lauten: „Habe meine „Glücksmomente“ nochmals alle gelesen und damit wieder erleben dürfen!“

 

Vielleicht begegnet Euch in den nächsten Tagen ein hübsches kleines Notizbuch, das zu eurem „Glücksmomente Tagebuch“ werden darf.

 

Vielleicht wächst es schon in diesem Advent zu einer wertvollen Sammlung von kleinen Glücksaugenblicken, die euch immer wieder Freude und Trost bringt wenn ihr danach sucht.

 

 

 

Ich weiß in diesem Moment schon was ich heute Abend in mein Glückstagebuch schreiben werden:

 

„Heute ist der erste Eintrag in meinen Adventblog einfach so aus mir herausgeflossen!“

 

 

 

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